Moin! Schön, dass Ihr wieder alle her gefunden habt und meinen Worten folgen wollt.

Am gestrigen Sonntag, den 12. September 2021 haben wir in Sande ein bisschen Geschichte geschrieben. An diese Kommunalwahl werden wir uns bestimmt noch ganz lange erinnern. Ich persönlich natürlich, weil ich erstmals zu einer Wahl angetreten bin, direkt überzeugen konnte und in den Gemeinderat eingezogen bin. Alle anderen wird gewiss in Erinnerung bleiben, dass die sPD erstmals nicht die absolute Mehrheit im Rat gewinnen konnte und zukünftig Mehrheiten für ihre Beschlüsse finden muss.

Die Gewinnerin dieser Wahl ist eindeutig die neu aufgestellte Wählergemeinschaft um die Bürgerinitiative zum Erhält des Sander Waldes. Mit über 20 % und 5 Sitzen im neuen Rat wird sie viel Verantwortung übernehmen müssen. Ich freue mich darüber, dass wir mit der WG nun Leute im Rat haben, die hoffentlich mit einer gewissen Naivität an die Probleme rangehen wird. Klingt blöd? Ist es aber nicht! Die Politik der letzten Jahre war geprägt von dem Wort „Sachzwänge“. Hierzu hatte ich in den letzten Wochen schonmal etwas geschrieben.

Alle sagten: Das geht nicht! Dann kam eine, die wusste das nicht und hat’s gemacht.

Quelle unbekannt

Was wir für eine familienfreundliche und neue Politik brauchen sind Menschen die nicht in starren Strukturen festhängen und um die Ecke denken. Politikerinnen, die Lösungen suchen, statt an der Aufgabe zu verzweifeln. Dieses Potenzial sehe ich in der WG. Eine Zusammenarbeit mit der WG stand im Grunde schon fast vor der Wahl fest. Im Gegensatz zu Janto Just oder Frank Uwe Walpurgis habe ich nicht so laut getönt, dass ich ihr bereits geholfen habe, aber jetzt nach der Wahl darf ich es wohl durchaus im Nebensatz erwähnen, dass wir vorab telefoniert hatten, ich Informationsmaterialien zur Verfügung gestellt habe und Tipps gab. Laut mündlicher Aussage hätte man mich auch gern mit dabei gehabt.

Das klingt doch schon nach besten Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit im Rat. Persönlich strebe ich mindestens eine gemeinsame Ratsgruppe an. den Kontakt habe ich bereits hergestellt.

Aber nun zu den offenen Fragen in der Zukunft

Wie steht es mit der neuen Sitzverteilung im neuen Rat um den Sander Wald? Die Genossinnen der sPD haben jetzt 10 von 22 Sitzen. Neben der sPD hat sich aber auch die FDP nicht klar für den Erhalt des Sander Waldes ausgesprochen, das führt im derzeitigen Rat also zu einer Patt-Situation. 11 (sPD+FDP) gegen 11 (WG, Grüne, cDU, DIE LINKE [also ich].) Das Zünglein an der Wage? Oh ja, unsere zukünftige Bürgermeisterin, denn sie wird zusätzlich in den Rat einziehen und ihn auf 23 stimmberechtigte Mitgliederinnen anheben. Eine klare Mehrheit besteht also aus 12 Stimmen.

Doch wie ist denn nun die Bürgerinnenmeisterinnenwahl gelaufen? Aktuell liegt Herr Eiklenborg mit 42 % der Stimmen vor Frau Ramke mit 35,86 % der Stimmen. Da niemand die erforderliche absolute Mehrheit erreicht hat, gehen die Kontrahentinnen in zwei Wochen in die Stichwahl. Das Problem für den Wald: Beide Kandidatinnen haben sich gegen den Wald ausgesprochen. Das schafft zumindest auf dem Papier weiterhin eine Mehrheit für die Rodung.

Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2021 Sande

Kurz eingeschoben: Ich gehe stark davon aus, dass die meisten Wählerinnen von Herrn Vogt und Herrn Clemens auf Herrn Eiklenborg übergehen werden. Somit vermute ich, dass die SPD ihre Stimmen nicht von 10 auf 11 Erhöhen kann. Aber das ist nun reine Spekulation, in zwei Wochen wissen wir mehr.

Der kommende Rat wird also miteinander reden müssen und den Argumenten der anderen Parteien zuhören. Es wird eine spannende Aufgabe auf die ich mich bereits freue.

Ach ja: Herr Lies…. Satte 1.754 direkte Stimmen hat er abgesahnt! Herzlichen Glückwunsch dazu. Die Gemeinde hat eine klare Botschaft gesendet: Die Bürgerinnen wollen, dass Herr Lies Verantwortung in der Gemeinde übernimmt. Ich bin gespannt, ob er dieses Mandat annimmt. Mit „nur“ 10 Ratsfrauen wird die Arbeit auf deutlich weniger Schultern verteilt, ich denke es wäre verantwortungslos von Herrn Lies, wenn er sich weiterhin an keiner Ausschussarbeit beteiligt. Die Arbeit fiele dann auf nur 9 Schultern. Harter Tobak….

Aber harren wir der Dinge die da kommen werden 🙂

Ach ja, dieser Text steht im generischen Feminin. Natürlich sollen sich Alle davon angesprochen fühlen. Auch die Männer unter Euch Leserinnen.


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